Vom Umdenken und Umprogrammieren
Wie reprogrammierte Hautzellen die Medizin revolutionieren

Von Daniel Esch



 
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Name: Daniel Esch
Geburtsdatum: 09.11.1978
Geburtsort: Wesel

Abschluss

Diplom (Biologie)

Stipendien

Erasmus Stipendium (2002-2003),
Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2003-2005), Promotionsvorbereitendes
Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2005-2006),
Promotionsstipendium der Max-Planck-Gesellschaft (2006-2007)

Aktuelle Tätigkeit

Doktorand im Bereich der Stammzellforschung am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin,
Münster (Abteilung Zell und Entwicklungsbiologie, Prof. Dr. H. R. Schöler)

Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war intellektuell inspirierend und herausfordernd zugleich.
Was mich antreibt, ist meine Neugierde, mein Ehrgeiz und ein humanistisch geprägtes Denken.
In meiner persönlichen Utopie können wir eine Vielzahl von Krankheiten zukünftig heilen und eine allgemeingültige Ethik aus einem naturalistischen Weltbild ableiten.
Mein größter Alltagswiderstand ist der Diskurs mit der Gesellschaft, da oftmals unbelegte Annahmen
als Wahrheit verkündet werden.
Als ich klein war, wollte ich sein wie „Old Shatterhand“ aus der Romanreihe von Karl May.
Meine Lebensweisheit: Those who don’t know are damned to believe.

Vom Umdenken und Umprogrammieren Wie reprogrammierte Hautzellen die Medizin revolutionieren

Menschen in Kühlschränken als Ersatzteillager, Klon-Armeen, die als Unterdrückungsinstrument dienen, willenlose Menschen ohne jede Fähigkeit, Emotionen zu empfinden, ihres Mensch-Seins beraubt: erschaffbar, konstruierbar, berechenbar, seelenlos. Inspiriert von Science-Fiction Stories scheint die embryonale Stammzellforschung untrennbar mit Ängsten verbunden, die sich auf Grundlage von Forschungsergebnissen nicht rechtfertigen lassen. Vielmehr zeugen sie von einer unzureichenden Kommunikation der Wissenschaft mit der Gesellschaft.

Im Gegensatz zu den vielzähligen Dystopien, die in Literatur (Aldous Huxley: Brave New World) und Film (The Matrix) gezeichnet werden, basieren die wissenschaftlich fundierten Visionen der Stammzellforscher oftmals auf einem humanistischen Leitbild. Nach ihrem Verständnis eröffnen die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Zell- und Molekularbiologie der Medizin weit reichende Möglichkeiten zur Therapie von bislang kaum behandelbaren Krankheiten. Die Liste potentieller Anwendungen ist lang: Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Typ I könnten erstmals durch die Herstellung körpereigener, Insulin produzierender Zellen geheilt werden. In das Gehirn transplantierte Nervenzellen könnten Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson kurieren oder ins Rückenmark von Menschen injiziert werden, die nach einem Unfall eine Querschnittslähmung erlitten haben. Patienten mit Organproblemen könnten durch Injektion von spezialisierten Vorläuferzellen, später vielleicht sogar durch Transplantation von in-vitro produzierten Geweben oder ganzen Organen wieder geheilt werden. Ein Hauptvorteil all dieser Therapien ist die Individualisierung der Anwendung. Entgegen herkömmlicher Transplantationen von Spenderorganen kommt es bei Zellen, die aus dem eigenen Körper gewonnen werden, zu keiner Abstoßungsreaktion des Immunsystems.

Den vollständigen Text findest Du im Buch "Deutschlands wahre Superstars", das hier bestellt werden kann.