Name: Christian Rupschus
Geburtsdatum: 03.12.1979
Geburtsort: Rüdersdorf bei Berlin
Abschluss
Bachelor of Science Gartenbauwissenschaften
Auszeichnungen und Stipendien
1. Preis beim Symposium der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ) „Zwischen Hörsaal und Projekt“ 2007
Stiftung für tropische Agrarforschung: Stipendium für Forschungsaufenthalt in Äthiopien
DAAD Go East-Programm: Stipendium für Studium an der Staatlichen Agraruniversität „K.A. Timirjasew“ Moskau
Aktuelle Tätigkeit
Student im Masterstudiengang Internationale Agrarwissenschaften an der Humboldt- Universität zu Berlin, Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Uwe Jens Nagel (Landwirtschaftliche Beratung und Kommunikationslehre)
Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war der elterliche Garten im Alter von 7 Jahren.
Hoffnung macht mir, dass manche Menschen aus ihren Fehlern lernen können.
Als ich klein war, wollte ich sein wie Juri Gagarin.
Ich würde gerne ins All fliegen, weil Juri Gagarin schon da war…
Die Menschheit wird überleben, weil sie hoffentlich bald begreifen wird, dass sie nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben kann.
Meine Lebensweisheit: „Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ (Samuel Beckett)
beten für regen in kanada oder: ernährungssicherung in Äthiopien
Wenn Beru Yame mit einem Holzpflug und einem davor gespannten Zugochsen sein Feld bestellt, dann mag das in den Augen eines Europäers durchaus den Vorstellungen einer romantischen und den kleinbäuerlichen Strukturen Afrikas angepassten Form der Landwirtschaft entsprechen. Mit Romantik hat das aber für den Bauern im äthiopischen Hochland nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Beru steht vor der Aufgabe, gemeinsam mit seiner Frau die siebenköpfige Familie mit diesem ein Hektar großen Acker zu ernähren. Am Feldrand fallen dem aufmerksamen Beobachter zwei Probleme des Bauern deutlich auf: Dort wo Teff, eine nur in Äthiopien angebaute Zwerghirseart, in den angrenzenden Weg übergeht, wächst Parthenium, eine invasive Unkrautart mit fatalen Folgen. Und neben dem mannshoch wachsenden Unkraut tut sich ein tiefer Graben auf, in dem fruchtbarer Oberboden weggespült wird. Es sind keine Bäume mehr da, deren Wurzeln fruchtbaren Boden festhalten könnten. Durch ungebremsten Holzeinschlag hat sich der Anteil der Waldfläche seit 1900 von 40 Prozent auf derzeit drei Prozent reduziert.
Doch Beru ist mit diesen Problemen nicht allein. Ein Großteil der weltweit eine Milliarde Armen sind Kleinbauern im ländlichen Raum mit schlechter Marktanbindung und ohne ausreichende Infrastruktur. Hinzu kommt, dass protektionistische Politiken der Industrieländer und schlechte Rahmenbedingungen in den Entwicklungsländern dazu führen, dass Bauern wie Beru ins Abseits gedrängt werden. Das Milleniums-Entwicklungsziel 1 (Halbierung der extremen Armut und des Hungers bis zum Jahr 2015), das auf dem Milleniumsgipfel der UN im Jahr 2000 beschlossen wurde, rückt in weite Ferne. Die internationale Gemeinschaft investiert mehr Geld in Nahrungsmittelhilfe als in die Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Da Länder wie Kanada oder die USA die Region südlich der Sahara als Absatzmarkt für ihre Getreideüberschüsse betrachten, macht der Spruch „Wir beten für Regen in Kanada“ unter äthiopischen Bauern die Runde. Sieben Millionen Äthiopier sind laut Angaben des Welternähr ungsprogramms abhängig von dieser Art „Entwicklungshilfe“.

