Geburtsdatum: 02.04.1979
Geburtsort: Offenburg
Abschluss
DiplomingenieurAuszeichnungen und Stipendien
1. Hugo-Geiger Preis 2006LEWA-Preis der Uni Stuttgart
Teilnahme am Lindau Nobel Meeting
Stipendium der Peter und Traudl Engelhornstiftung
Aktuelle Tätigkeit
Doktorarbeit im Bereich Tissue Engineering, IGB Stuttgart
Was mich antreibt, ist der Drang, Dinge zu verstehen und – auch wenn es abgedroschen klingt – gewonnenes Wissen dazu zu verwenden, etwas positiv zu verändern.
Mein größter Alltagswiderstand ist meist durch Kaffee zu kompensieren.
Hoffnung macht mir, dass man sich weltweit langsam der drohenden Gefahr durch den Ausstoß von CO2 bewusst wird.
Ich bin stolz auf meine schon zehn Jahre andauernde Beziehung.
Ich würde gerne ins All fliegen, weil ich schon immer Filme mit Spock und Co. geschaut habe.
Die Menschheit wird überleben, weil wir so viele verschiedene Ansichten haben.
Tissue Engineering Bioartifizielles Gewebe in der Medizin der Zukunft
Funktioniert ein Organ nur noch eingeschränkt oder fällt es total aus, bleibt dem Patienten oft nur das Warten auf ein Spenderorgan. Dabei wächst die Anzahl potentieller Organempfänger kontinuierlich. Wesentliche Gründe hierfür sind die steigende Lebenserwartung und die Fortschritte in der rekonstruktiven Chirurgie und der Transplantationsmedizin. Momentan warten allein in Deutschland ca. 11.500 Menschen auf ein Spenderorgan (Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation, Stand April 2007). An Alternativen zum klassischen „Ersatzorgan aus dem Menschen“ arbeitet das „Tissue Engineering“. Ziel des „Tissue Engineering“ ist es, Gewebe außerhalb des Körpers herzustellen. Diese in vitro hergestellten Gewebe bestehen idealerweise aus patienteneigenen Zellen und sind somit immunverträglicher als allogene (nicht vom Patienten stammende) Transplantate. Einfache, wenig strukturierte Gewebe wie Knorpel und Haut können derzeit schon für den klinischen Einsatz generiert werden. Komplexere Gewebe wie Leber, Darm und Muskel können durch „Tissue Engineering“ momentan noch nicht hergestellt werden. Deren Herstellung ist ungemein aufwändiger, aber auch interessanter. In dieser Herausforderung liegt meines Erachtens auch ein großer Reiz. Denn solche Gewebe bieten vor allem ein viel breiteres Einsatzgebiet. Ein Hindernis bei der Herstellung ist, neben den vielen verschiedenen Zelltypen im Gewebe, auch die Versorgung des Gewebes durch ein Blutgefäßsystem und die Kultivierungsbedingungen.
Neben dem Einsatz der in vitro erzeugten Gewebe als Transplantate, haben wir auch die Möglichkeit, diese Gewebe als Testsysteme zu verwenden. Diese Systeme können sowohl bei der Entwicklung neuer Medikamente als Alternative zum Tierversuch eingesetzt werden, als auch bei der Untersuchung von Krankheits- und Infektionsmechanismen und zukünftig auch bei der Entwicklung individueller Therapien. Gelingt es beispielsweise durch ein Biopsat den Tumor eines Patienten außerhalb des Patienten zu kultivieren, kann an diesem eine geeignete Therapie entwickelt werden. Dies ist für den Patienten wesentlich unbelastender, als auf verschiedene Therapien hin getestet zu werden.

