Geburtsdatum: 29.12.1973
Geburtsort: Sögel, Emsland
Abschlüsse
Diplom und Promotion (Maschinenbau)
Auszeichnung
„Wissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen 2006 - Optische Technologien“ des
Industrieclubs Düsseldorf
Aktuelle Tätigkeit
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik, Aachen, Gruppe Laserpolieren
Was mich antreibt, ist die Möglichkeit wissenschaftlichen Fortschritt mit zu gestalten.
Mein größter Alltagswiderstand ist Zeitmangel.
Hoffnung macht mir der kontinuierliche Fortschritt, den ich über die Jahre hinweg im Großen wie im Kleinen sehe.
Ich bin stolz auf das, was wir in unserer Arbeitsgruppe zum Laserpolieren gemeinsam
erreicht haben.
Ich würde gerne ins All fliegen, weil die Aussicht überwältigend sein muss.
Die Menschheit wird überleben, weil immer dann, wenn der Mensch die Umwelt nicht an sich anpassen kann, er sich an die Umwelt anpasst.
Polieren mit Laserstrahlung Wie wir mit Hochtechnologie Arbeitsplätze im Land halten können
Der erste Eindruck und insbesondere auch Qualitätseindruck, den ein Kunde von einem Produkt bekommt, ist in vielen Fällen von Optik und Haptik der Oberflächen dominiert. Zudem werden an die Oberflächen von Bauteilen viele technische Anforderungen gestellt. Dies können Verschleißbeständigkeit, Gleiteigenschaften und Biokompatibilität sein. Entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften einer Oberfläche hat die Rauheit. In der produzierenden Industrie kommen daher häufig aufwändige, mehrstufige Schleif- und Polierverfahren mit wechselnden Werkzeugen und zwischengeschalteten Reinigungsschritten zum Einsatz. Beispielhaft seien hier Badezimmerarmaturen, Schmuck, Spritzgießwerkzeuge, Kurbelwellen, Implantate, Kinderspielzeug und Flugtriebwerke genannt. Auch im Hochtechnologieland Deutschland geschieht dies heute noch in vielen Bereichen von Hand, da es für viele Polieraufgaben, wie beispielsweise bei Spritzgießwerkzeugen mit nach innen geneigten Oberflächen, keine geeigneten Maschinen gibt. Bei der manuellen Politur besteht dabei immer die Gefahr, die bereits mit hohen Kosten und Fertigungszeiten verbundenen Bauteile zu beschädigen.
Dies führt in der Industrie zu einem hohen Bedarf an neuen Verfahren für die automatisierte Politur von dreidimensionalen metallischen Bauteilen. Einen neuen Ansatz hierzu stellt das Polieren mit Laserstrahlung dar. Der Laser wird auf die zu polierende Oberfläche fokussiert, diese erwärmt sich und eine sehr dünne Randschicht schmilzt. Im flüssigen Zustand verläuft die Rauheit durch Selbstorganisation infolge der Oberflächenspannung. Die Innovation besteht in dem grundlegend anderen Wirkprinzip, dass das Laserpolieren (Schmelzen) gegenüber konventionellen Schleifund Polierverfahren (Abtragen) nutzt.

