Geburtsdatum: 11.10.1976
Geburtsort: Goslar
Abschlüsse
Gepr. Taucher IHKDiplomingenieur (FH)
Aktuelle Tätigkeit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFKI Labor Robotik Unterwasser-Lab
Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war eigentlich schon Jules Verne in der frühen Kindheit, später dann die U-Boote der Marine.
In meiner persönlichen Utopie können wir Projekte realisieren, ohne ständig bereits vorher den Neinsagern Rechenschaft ablegen zu müssen.
Hoffnung macht mir, dass wenn alle schreien, dass es zu spät ist, oder es nicht geht, es immer noch eine Lösung im Verborgenen gibt.
Ich bin stolz auf jeden, der trotz aller Kritik seinen Weg geht und ohne dieses auf dem Rücken anderer auszutragen.
Ich würde gerne ins All fliegen, weil dort Wasser und Leben gesucht wird, beides werde ich dort auch finden, wenn ich nur hinkomme.
Die Menschheit wird überleben, weil die Menschheit an sich nicht vom einzelnen Individuum abhängig ist.
Maritime Robotik Die Zukunft der Meerestechnik
Für viele Menschen endet die Vorstellung von unserer Welt an der Wasseroberfläche, jedoch sind Zweidrittel unseres Planeten von Wasser bedeckt und der Meeresspiegel steigt. Soweit ich zurückdenken kann, zieht mich das Wasser mit seinen unbekannten Tiefen, sowie seinen darin verborgenen Geheimnissen, magisch an. Als kleiner Junge bin ich im Schwimmbad so tief getaucht und so lange am Beckengrund geblieben, bis ich den Schmerz in den Ohren nicht mehr ausgehalten hatte und wieder auftauchen musste. Inzwischen weiß ich was ich damals falsch gemacht hatte. Als kleiner Junge wusste ich nichts vom Druckausgleich, und hatte somit nur Glück, mir keinen dauerhaften Schaden an den Trommelfellen zugezogen zu haben. Nach der Schule und der jahrelangen Ausbildung als U-Bootfahrer und Marinetaucher, habe ich an mehreren Projekten in der Industrie unter Wasser sowie in Druckluft auf Tunnelbaustellen als Berufstaucher gearbeitet. Aber die Neugierde ließ nicht nach. Ich wollte weiter vorstoßen. Noch immer blieben mir so viele Bereiche verborgen, Bereiche, die ich als Mensch niemals selbst mit einer Tauchausrüstung erreichen würde. Aus dem Grund begann ich das Ingenieursstudium und arbeite inzwischen als Wissenschaftler im Bereich der Unterwasserrobotik des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen. Gemeinsam entwickeln wir hier effizientere Unterwassersysteme und darauf abgestimmte Künstliche Intelligenz (KI), um der Unterwasser-Industrie sowie der Forschung zuverlässige Werkzeuge und Roboter zur Verfügung zu stellen – damit die sonst so verborgene Unterwasserwelt, für sie und uns erreichbar wird.
Meine Schwerpunkte sind die Konstruktion und Entwicklung – angetrieben von der eigenen Anforderung, am liebsten selbst in den Tiefen vor Ort zu sein und somit zumindest ein Gefühl davon zu bekommen. Der Bedarf an tiefseetauglichen Systemen steigt, jedoch sind die Ansprüche an die Technik so hoch, dass die Entwicklungs- und Anschaffungskosten der Geräte immens sind. Viele der entwickelten Fahrzeuge scheitern in der Praxis, oder bleiben aufgrund der Kosten ein Prototyp. Unter Wasser werden dabei zwei Arten von Fahrzeugen eingesetzt. Das eine sind „Remote Operated Vehicles“ (ROV). Das sind kabelgeführte Fahrzeuge, die in der großen Ausführung, der „Work Class”, durch mehrere geschulte Bediener gesteuert werden müssen. Die Andere Kategorie sind selbst fahrende Unterwasserfahrzeuge, sogenannte „Autonomous Underwater Vehicles“ (AUV) für spezielle Aufgaben. AUVs können vom Abtauchen bis zum wieder Auftauchen völlig eigenständig agieren, jedoch ist ihre Einsatzzeit durch ihre Batteriekapazität begrenzt. Die Nachfrage nach solchen vollautonomen Robotern, die Überwachungs- und Vermessungsprozesse durchführen, wird weiter steigen, da wir ohne diese nicht in der Lage sind, tausende Kilometer lange Pipelines, Seekabel und Kaimauern zu bauen sowie hunderte von Bauwerken wie Windparks, Bohrtürmen und Schiffsböden auf Beschädigung hin zu kontrollieren.

