Geburtsdatum: 08.11.1980
Geburtsort: Köln
Auszeichnung
Renault Traffic Design Award 2006Aktuelle Tätigkeit
Architekturstudium an der RWTH Aachen
In meiner persönlichen Utopie können wir uns ohne lähmende Grenzen und Vorgaben frei mit anderen Kulturen austauschen.
Als ich klein war, wollte ich sein wie Luke Skywalker.
Ich würde gerne ins All fliegen, weil ich mich endlich mal bewegen möchte, ohne mein eigenes Gewicht zu spüren.
Name Robert Wild
Geburtsdatum 23.10.1980
Geburtsort Leverkusen
Auszeichnung
Renault Traffic Design Award 2006
Aktuelle Tätigkeit
Architekturstudium an der RWTH Aachen
Was mich antreibt, ist der Hunger.
Hoffnung macht mir, dass niemand wirklich die Zukunft voraussehen kann.
Ich bin stolz auf meine Familie, Freunde und auf meine Heimat.
Als ich klein war, wollte ich sein wie James Bond und das möchte ich immer noch.
ISSS Ein Zukunftsmodell für die urbane Straße der Zukunft
Welche Assoziation haben wir, wenn wir an „Straße“ denken? Vielleicht die Straße in der wir aufgewachsen sind, auf der wir Fahrradfahren gelernt haben, auf der wir gespielt haben? Oder die laute Straße, an der wir gerade wohnen? Straßen sind in erster Linie das Haupterschließungsraster einer Stadt und bilden eine Plattform für den innerstädtischen Verkehr. Sie werden häufig als reines Nutzobjekt betrachtet, als laut, gefährlich und schmutzig. Doch andere Bezeichnungen für „Straße“ lassen auch viel angenehmere Bilder entstehen. Denken wir etwa an eine Allee, eine Promenade oder einen Boulevard, lässt sich das Konzept „Straße“ durchaus auch mit gewissen Aufenthaltsqualitäten in Verbindung bringen. Straßen sind zu gestaltende Räume, als Architekten möchten wir dieses Potential nutzen und haben ein Konzept entwickelt, das den Anforderungen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer an eine Straße gleichzeitig gerecht wird: das „Intelligent Street Service System“ (ISSS).
Unsere Vorstellung von der Zukunft stützen wir auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, beziehen gleichzeitig aber auch einen geografischen Vergleich in unsere Überlegungen mit ein. Auf Grund der unterschiedlichen Entwicklungsstufen einzelner Weltregionen kann dieser Vergleich zeitliche Differenzen aufzeigen – südliche Länder können zu einer quasi-Zeitreise in unsere eigene urbane Vergangenheit genutzt werden. Wir wollen jedoch einen gegenteiligen Versuch starten. Auf der Suche nach besonders auffälligen und aussagekräftigen Straßenkonzepten in Indien und Südostasien, fiel uns unter anderem die Pahar Ganj Straße in Dehli, Nordindien auf, die auf Grund ihres ebenen Querschnitts, ohne erhöhte Gehwege, und ihres dichten Verkehrs, sich tagsüber in einen bazarähnlichen Zustand verwandelt. In diesen Regionen stellt der Straßenraum die meistgenutzte urbane Aufenthaltsfläche überhaupt dar. Eine hohe Bevölkerungsdichte führt auf Grund des begrenzten Platzangebots der Städte zu hochfrequentierten Außenräumen, die äußerst vielseitig genutzt werden. Das scheinbare Chaos des Straßenverkehrs leistet höchste Kapazitäten bei minimaler Infrastruktur. Dabei weisen diese aus der Not entstandenen Zustände auf eindrucksvolle Art und Weise eine vielfach höhere Auslastung und Flexibilität auf, als die Verkehrsräume in hoch industrialisierten Städten des Westens. Eine weitere Besonderheit dieses öffentlichen Raums ist das hohe Maß an sozialem Kontakt und damit eine Lebensqualität, die sich von westlichen Ländern unterscheidet. Unser Konzept verbindet daher die Leichtigkeit einer improvisierten asiatischen Straße mit der streng reglementierten Organisation von deutschen Großstädten.

