Name: Dr. med. habil. Carl Christoph Schimanski
Geburtsdatum: 30.01.1975
Geburtsort: Pforzheim
Abschlüsse
Humanmedizin; Innere Medizin
Auszeichnungen
AACR-Glaxo-Wellcome Scholar Oncology Award,
90th Annual Meeting of the American Association for Cancer Research (AACR)
AACR-AFLAC Oncology Scholar Award,
94th Annual Meeting of the American Association for Cancer Research (AACR)
Carl G. Schmidt Medaille des Westdeutschen Tumorzentrums in Essen (WTZE)
Aktuelle Tätigkeit
Assistenzarzt der Inneren Medizin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz
Was mich antreibt, ist das Wissen, dass die Forschung die Probleme von heute und morgen lösen kann.
In meiner persönlichen Utopie können wir die Armut auf der Welt neutralisieren, zum Mars reisen und immer mehr Erkrankungen heilen.
Mein größter Alltagswiderstand ist Bürokratie und Forschungsgeldermangel.
Ich bin stolz auf meine bessere Hälfte Katrin, die mein Leben lebenswert macht.
Die Menschheit wird überleben, weil sie zusammenrücken wird, um die großen Gefahren gemeinsam zu bannen. Dies wird leider jedoch noch etwas dauern.
Meine Lebensweisheit: Helfe anderen, so wird Dir geholfen werden.
Die Medizin im Jahre 2050 Mit welchen Mitteln wir dem Krebs zu leibe rücken werden
Wie wird die Medizin im Jahre 2050 aussehen? Betrachten wir die zurückliegenden 50 Jahre, so hat die Medizin sicherlich die rasanteste Entwicklung ihrer Geschichte vollführt. Es wurden wirksame Antibiotika, Chemotherapeutika und Impfungen gegen die Geißeln der Menschheit entwickelt. Seit mehreren Jahrzehnten werden Organe transplantiert. Sie verleihen zuvor todgeweihten Menschen neue Hoffnung auf ein langjähriges Leben. Dank zunehmender Hygiene und dem medizinischen Fortschritt stieg die Lebenserwartung in vorher nicht gekannte Größenordnungen an. Aber ist all dies auf die Zukunft projizierbar? Vielleicht ist es am interessantesten, über einzelne Themenbereiche zu spekulieren, in denen sich vielversprechende Entwicklungen abzeichnen.
Mit der zunehmenden Lebenserwartung in den industrialisierten Ländern steigt die Erkrankungsrate an diversen Tumoren seit Jahrzehnten deutlich an. Noch vor 50 Jahren gab es kaum eine wirksame Therapie gegen Tumorerkrankungen. Konnten bösartige Geschwüre früher nicht mehr durch einen Chirurgen komplett entfernt werden, kam dies häufig einem baldigen Todesurteil gleich. Unter Einsatz moderner chirurgischer Verfahren sowie von Strahlen- und Chemotherapie vor oder nach einer Operation, können wir den Anteil an Patienten erhöhen, deren Tumor komplett im Gesunden entfernt werden kann.
In Zukunft werden Operationen immer häufiger computer- und roboterassistiert verlaufen. Chirurgen werden Projektions-Brillen tragen, welche einerseits das komplette Ausmaß des Tumors auch während unübersichtlichen Operationsphasen auf das Operationsgebiet projizieren sowie Resttumore anzeigen und andererseits den Operateur vor drohenden Komplikationen, wie dem Durchtrennen eines atypisch verlaufenden Gefäßes, warnen. In kritischen Situationen, wenn beispielsweise millimeterfeine Schnitte in Operationsgebieten, in die der Chirurg nur schwer vordringen kann, notwendig sind, wird der Roboter zunehmend an Bedeutung gewinnen. Jedoch wird sich auch in Zukunft kein Mensch ausschließlich von einem Roboter operieren lassen wollen, vielmehr wird die Roboter-Mensch Einheit das Optimum der gesellschaftlich akzeptierten Dinge darstellen.

