Geburtsdatum: 04.02.1974
Geburtsort: Bremen
Abschluss
DiplominformatikerStipendien
Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes,Stipendiat der Karl-Nix-Stiftung
Aktuelle Tätigkeit
Entwicklung von Kommunikationssystemen und Mensch-Maschine-Schnittstellen. Fraunhofer Gesellschaft, Institut IAIS.VE / eCulture Factory, Bremen.
Was mich antreibt, ist das gute Gefühl, wenn manchmal eine Idee funktioniert.
Mein größter Alltagswiderstand ist vernunftfreie Bürokratie.
Hoffnung macht mir, dass anscheinend noch Restmengen Ungehorsam existieren.
Ich bin stolz auf meine Skrupel.
Meine Lebensweisheit suche ich noch.
Die Kultivierung des Nichtwissens Wie wir die Informationsflut bewältigen können
Ein wesentlicher Umbruch der westlichen Welt in den letzten 20 Jahren beruht auf neuen Technologien und deren Durchdringung des Alltags. Insbesondere durch Internet und Funknetze entstand eine jederzeit und überall verfügbare Datensammlung ungeahnten Ausmaßes. Das World Wide Web (WWW) hat in nur 15 Jahren vieles dieser Sammlung zu einem Ganzen verwoben und sich neben klassischen Massenmedien als Distributionskanal etabliert.
Derzeit entsteht das Web 2.0. Der kontrovers diskutierte Begriff bezieht sich nicht nur auf das konzertierte Zusammenspiel von verteilten Prozessen, Datenbanken und Netzwerkprotokollen, sondern bezeichnet vielmehr auf dieser Technik basierte Anwendungen und Phänomene: Blogs, Podcasts, Wikis, Foren, Communities, MMORPGs, Mediensharingportale usw. Nicht zuletzt geht mit diesen Anwendungen die Emanzipation des Webnutzers vom Konsumenten zum Produzenden von Inhalt einher.
Partizipation ist nicht neu – schon lange vor der Einführung des Web 2.0 wurde die Notwendigkeit von Offenheit und Editierbarkeit des WWW beispielsweise von Tim Berners-Lee, dem „Erfinder des WWW“, betont. Trotzdem schafft Partizipation neue Qualitäten, ermöglicht neue Medienformen wie partizipative Massenmedien, Virtual Communities, Graswurzeljournalismus. Brechts radiotheoretische Utopie wird wahr: Aus dem Distributionsapparat wird ein Kommunikationsapparat. Und darüber hinaus ein Archiv, das zur Datenexpansion beiträgt.
Mit dem tiefen Eindringen der technologischen Anwendungen in gesellschaftliche Bereiche entsteht eine neue Kultur: Aus der selbstverständlichen Nutzung von Technik abseits von Selbstzweck und Zweckbindung entsteht Kulturtechnik – eine Kultur, die nur durch Informations- und Kommunikationstechnologie möglich ist: eCulture.

