Geburtsdatum: 12.06.1976
Geburtsort: Nürnberg
Abschlüsse
Dipl. Kfm., Dr. rer. oec.Auszeichnungen und Stipendien
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes (2002-2003)Wolfgang-Ritter Preis für wirtschaftswissenschaftliche Forschung (2004)
Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen (2005)
Harkness Fellowship in Health Care Policy (2006-2007)
Aktuelle Tätigkeit
Juniorprofessur an der Technischen Universität Berlin
Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war ein Junior Trainee Program bei der Bayer AG in Asien.
In meiner persönlichen Utopie können wir im Internet Qualität und Preise aller Anbieter im Gesundheitswesen sehen, uns den Wunschanbieter aussuchen und entscheiden, ob wir die Rechnung über unser persönliches Gesundheitssparkonto oder über unsere Krankenversicherung begleichen.
Ich bin stolz auf die Entwicklung unseres Landes der letzten Jahre.
Als ich klein war, wollte ich sein wie Edzard Reuter.
Die Menschheit wird überleben, weil sie notwendige Veränderungen kurz vor zwölf umsetzt.
Meine Lebensweisheit: Wenn Arbeit Spaß macht, ist es keine Arbeit.
Die Europäisierung der Gesundheitswirtschaft Was wir von anderen Gesundheitssystemen lernen können
Seit acht Jahren beschäftige ich mich mit Gesundheitsökonomie. Von entscheidender Bedeutung für meine Vertiefung in diesem Bereich war insbesondere die Faszination meines akademischen Lehrers Prof. Klaus-Dirk Henke für die Gesundheitsökonomie und das Gesundheitswesen. Inspiriert durch viele Reisen in anderen Ländern habe ich bemerkt, dass es viele gute und innovative Ansätze in Gesundheitssystemen rund um die Welt gibt, von denen wir aber schlicht nichts wissen.
Mit einem dieser Ansätze habe ich mich im Rahmen meiner Doktorarbeit auseinandergesetzt. Dabei ging es um das Konzept der „Medical Savings Accounts“ (Gesundheitssparkonten), das in Singapur seit mehr als zwei Jahrzehnten praktiziert wird. Dieses Modell basiert auf der Idee, dass eine herkömmliche Krankenvollversicherung zu einer ineffizienten Verwendung der Gelder führt, da die Versicherten häufig Leistungen in Anspruch nehmen, die eigentlich medizinisch nicht notwendig wären. Daher haben die Bürger Singapurs nur eine Krankenversicherung, die erhebliche finanzielle Risiken absichert, beispielsweise teure Operationen im Krankenhaus. Die meisten anderen Leistungen bezahlen die Bürger von ihren persönlichen „Medical Savings Accounts“, auf die sie monatlich einen festgelegten Betrag ihres Bruttoeinkommens einzahlen. Man kann feststellen, dass Singapur auf diesem Wege deutlich weniger für Gesundheit ausgibt, aber gleichzeitig nicht kränker ist als Deutschland.

