Der Alzheimer-Krankheit auf der Spur Wie die Forschung das Leiden der Patienten lindern wird

Von Dr. Lisa Münter



 
teaserbox
Name: Dr. Lisa-Marie Münter
Geburtsdatum: 21.01.1978
Geburtsort: Darmstadt

Abschlüsse

Diplom und Promotion in Biochemie

Auszeichnungen/Preise/Stipendien:

Förderpreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Aktuelle Tätigkeit:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gerd Multhaup,
Institut für Chemie und Biochemie, Freie Universität Berlin

Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war der Beginn meiner Promotion im Labor von Prof. Dr. Gerd Multhaup.
Was mich antreibt, ist der Spaß an der Wissenschaft – eine endlose Schatzsuche.
In meiner persönlichen Utopie können wir Autos mit Salzwasser betanken.
Ich bin stolz auf meine Motorradtour durch die Sahara!
Als ich klein war, wollte ich sein wie Pippi Langstrumpf.
Die Menschheit wird überleben, weil sie schon einige Übung darin hat.
Meine Lebensweisheit: Das Leben ist zu kurz für schlechte Laune.

Der Alzheimer-Krankheit auf der Spur Wie die Forschung das Leiden der Patienten lindern wird

Jeanne Calment, eine Französin, die als älteste Frau der Welt 1997 im Alter von 122 Jahren starb, soll einmal gesagt haben: „Der liebe Gott muss mich einfach vergessen haben“. Diese vom Wohlbefinden und der Gelassenheit eines alten Menschen zeugende Äußerung zeigt, dass Jeanne Calment ihre überdurchschnittlich lange Lebenszeit wohl als „gewonnene“ Jahre empfunden hat.

Derzeit leben in Deutschland rund 20 Millionen Menschen, die 60 Jahre und älter sind. Ein heute 70-Jähriger ist so gesund wie ein 65-Jähriger vor drei Jahrzehnten, d.h. in den vergangenen 30 Jahren wurden fünf „gesunde Jahre“ hinzugewonnen. Allerdings stehen die abnehmende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und die zunehmende Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen mit steigendem Alter dem entgegen. Altersabhängige Erkrankungen, wie die durch die Alzheimer-Krankheit verursachte Demenz, spielen dabei eine tragische Rolle. Gegenwärtig leben von weltweit 24 Millionen Alzheimer-Patienten sechs Millionen in China, fünf Millionen in Europa und dreieinhalb Millionen in Nordamerika. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der demografischen Entwicklung wird sich die Zahl der Patienten alle zwanzig Jahre verdoppeln, lautet im Jahr 2005 eine Schätzung, veröffentlicht in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „Lancet“.

Bereits ab einem Alter von 60 Jahren kann der Mensch an Morbus Alzheimer erkranken. Wenn bestimmte genetische Voraussetzungen gegeben sind sogar schon sehr viel früher. Meist beginnend mit Gedächtnis schwächen und Unaufmerksamkeit, entwickelt sich die Krankheit kontinuierlich über einen Zeitraum von durchschnittlich etwa zehn Jahren, bis die intellektuellen Fähigkeiten des Patienten soweit beeinträchtigt sind, dass er pflegebedürftig wird. Während dieser Zeit werden Alzheimer-Patienten von der Familie betreut, wobei die Leistungen hauptsächlich von Angehörigen der mittleren Generation erbracht werden. Familienangehörige müssen häufig ihre Erwerbszeit einschränken, um den Erkrankten pflegen zu können. Das bedeutet, dass ein Alzheimer-Patient nicht „nur“ eine schwere, seelische und emotionale Belastung für die Familie ist, sondern auch ein „finanzieller Aufwand“. Pro Jahr und Alzheimer-Patient werden, so der Experte Johannes Hallauer von der Berliner Humboldt Universität, etwa 43.000 Euro veranschlagt.

Den vollständigen Text findest Du im Buch "Deutschlands wahre Superstars", das hier bestellt werden kann.