Geburtsdatum: 06.05.1978
Geburtsort: Rostock
Abschluss
M. A. Soziologie/AnglistikAktuelle Tätigkeit
wiss. Mitarbeiterin / Doktorandin an der Universität Rostock, Lehrstuhl für empirische Sozialforschung und Demografie und am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Mein größter Alltags(arbeits)widerstand ist das Leben auf der Nordhalbkugel im Winter und die Nähe zum Strand im Sommer.
Hoffnung macht mir, dass jede negative Aktion in der Welt eine stärkere positive Reaktion hervorruft. Deshalb wird auch die Menschheit überleben, weil der Überlebenswille dominiert und die Menschen vereint.
Als ich klein war, wollte ich sein wie Alice im Wunderland – einfach abhauen, wenn es in der Erwachsenenwelt zu viel wird.
Ich würde gerne ins All fliegen um einmal den Asteroiden B612 zu besuchen.
Meine Lebensweisheit: „Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“ (Cicero)
Demenz Bürde der Zukunft oder besiegbare Krankheit?
Bereits während des Studiums und besonders während eines Praktikums an dem Public Policy Department der DUKE Universität in North Carolina, US, hatte ich Gelegenheit, mich mit Ursachen und Konsequenzen der Langlebigkeit vertraut zu machen. Nach dem Studium war ich drei Jahre am Max-Planck-Institut für demografische Forschung bei einem EU-finanzierten Projekt über die zukünftigen Lebensbedingungen der älteren Bevölkerung Europas (FELICIE – Future Elderly Living Conditions in Europe) unter der Leitung von Prof. Gabriele Doblhammer beschäftigt. Wir untersuchten, ob und wie sich die Lebensbedingungen von älteren Menschen in Europa – Familienstand, sozioökonomische Bedingungen und vor allem der Gesundheitszustand – verändert haben, um daraus Aussagen über die Zukunft ableiten zu können. Umgeben von anregender Forschungsatmosphäre und unterstützt durch stets hilfreiche und motivierende Betreuung habe ich viel über Gesundheit, Pflegebedarf und Demenz gelernt und mein Interesse war geweckt, dieses Thema in meiner Dissertation weiter zu vertiefen. Es ist nicht nur für mich spannend zu sehen, sondern auch von gesellschaftlicher und sozialpolitischer Bedeutung, von welchen Umständen die Bevölkerungsveränderungen begleitet werden, welche Maßnahmen ergriffen werden können und sollten, um den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern.
Im Jahr 2005 lebten in Deutschland 2,13 Millionen Pflegebedürftige – 2,52 Prozent der Bevölkerung. Pflegebedürftigkeit tritt besonders im hohen Alter auf. Fünf Prozent der 70 bis 75-Jährigen und 61 Prozent der 90 bis 95-Jährigen sind dem statistischen Bundesamt zufolge pflegebedürftig. Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen leidet an einer Demenz. Gegenwärtig leben in Deutschland mehr als eine Million Demenzkranke, die Zahl der Neuerkrankungen liegt jedes Jahr bei 250.000. Bei Demenzen ist das Alter der wichtigste Risikofaktor. Vor dem Hintergrund der Bevölkerungsalterung wird die Brisanz des Forschungsgegenstandes deutlich: Wächst die Zahl der Neuerkrankungen parallel mit dem Anstieg der älteren Bevölkerung weiter, könnte im Jahr 2050 die Anzahl der betroffenen Personen auf ca. 2,3 Millionen ansteigen. Diese Entwicklung ist entscheidend für die Gesundheitswirtschaft, da Demenz eine der teuersten Krankheiten überhaupt und die vermutlich teuerste im höheren Lebensalter ist. Um die zukünftige Entwicklung von Pflegebedarf mit Demenzen beurteilen zu können müssen wir uns zunächst den bisherigen Trend ansehen: Können wir mit Hilfe von geeigneten Daten Veränderungen in der Häufigkeit von Demenz in den letzten Jahrzehnten feststellen? Welche Faktoren beeinflussen die Krankheit?

