Alles im grünen Bereich? „Thin Clients“ und der Klimawandel

Von Christian Knermann



 
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Name: Christian Knermann
Geburtsdatum: 29.11.1978
Geburtsort: Kamp-Lintfort

Abschlüsse

Diplom-Informatiker (FH) in Wirtschaftsinformatik Fachinformatiker / Systemintegration

Auszeichnungen

Landesbester Fachinformatiker / Systemintegration in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2001

Aktuelle Tätigkeit

Stellvertretender Leiter IT-Management beim Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen

Meine erste Berührung mit dem Fachgebiet war 1998 ein Projekt zur Eigenentwicklung eines Linux Thin Clients.
Was mich antreibt, ist das Interesse an technischen Sachverhalten. Verstehen zu wollen, wie Systeme funktionieren und optimiert werden können.
In meiner persönlichen Utopie können wir Dienste und Anwendungen auf beliebigen End- geräten bereitstellen und somit „überall“ arbeiten.
Mein größter Alltagswiderstand ist, dass sich größere unternehmensübergreifende Projekte oftmals nur mit erheblicher Zeitverzögerung und somit zu spät initiieren lassen.
Hoffnung macht mir, dass Fortschritte in der Informationstechnik weltweit von einer enga- gierten Community vorangetrieben werden.
Ich bin stolz auf den Beitrag der Fraunhofer-Gesellschaft zur europäischen Forschungs- landschaft.

Alles im grünen Bereich?
„Thin Clients“ und der Klimawandel

Schmelzende Polkappen, steigender Meeresspiegel, drastische Verschiebung der Klimazonen, Wirbelstürme auch in Mitteleuropa. Die Schuldigen an dieser Klimamisere waren in der Vergangenheit schnell identifiziert. Vor allem der Verkehr als allgegenwärtiger CO2-Produzent dominierte lange Zeit die Umweltdebatte. Doch seit die jüngsten Berichte mehr denn je zum sofortigen Handeln mahnen, weitet sich der Blick auf weitere Möglichkeiten, die CO2-Emissionen zu verringern. Vom Verbot des Standby-Modus elektronischer Komponenten bis zum Ende der althergebrachten Glühbirne werden zahlreiche Ideen diskutiert. Zeit also, auch den Anteil der Computerwelt am Klimawandel kritisch zu hinterfragen.

Denn dies bedeutet nicht in erster Linie eine Bedrohung für etablierte Techniken und Betriebskonzepte, sondern vielmehr die Chance durch einen bewussteren Umgang mit der Informationstechnik neue Marktpotentiale zu erschließen und nebenbei der Umwelt zu helfen. Neben der Effizienzsteigerung etablierter Technik durch Energiesparmodi oder genügsamere Netzteile rücken insbesondere alternative Techniken in den Fokus des Interesses. In Rechenzentren werden Virtualisierungstechniken immer beliebter, die versprechen, die Dienste mehrerer einzelner Server auf einen zu konsolidieren und so weniger Hardware zu einem deutlich höheren Prozentsatz auszulasten. Derweil kehrt mit dem so genannten „Server Based Computing“ (SBC) ein Konzept zurück, das bereits aus den Anfangstagen des Computerzeitalters bekannt ist. So war es üblich, die damals sehr teuren Ressourcen auf wenigen zentralen Servern bereitzustellen. Die Anwender griffen über textbasierte Terminals ohne eigene Rechenleistung auf die entfernten Server zu. Über das Netz wurden also im Wesentlichen nur Benutzereingaben und Bildschirmausgaben ausgetauscht. Erst der Siegeszug des PC ermöglichte erschwingliche Ressourcen, die durch ein dezentrales Netz verteilt werden konnten. Die Verarbeitung erfolgt seither lokal auf dem PC, die Nutzdaten werden über das Netzwerk mit anderen Computern ausgetauscht mit dem Vorteil, dass jeder User seine „eigene“ Rechenleistung besitzt. Doch auch die Nachteile dieser Lösung liegen auf der Hand: Ein PC ist zwar günstig in der Anschaffung, verursacht aber durch hohen Wartungsbedarf nicht zu unterschätzende Folgekosten. So will jeder PC mit Updates und lokal installierter Software versorgt werden und verfügt über zahlreiche aktive Komponenten wie beispielsweise die Festplatte oder Lüfter für Netzteil und Prozessor. Der Defekt eines dieser Teile kann schnell zu einem mehrstündigen Arbeitsausfall oder gar zu irreversiblem Datenverlust für den Endanwender führen.

Den vollständigen Text findest Du im Buch "Deutschlands wahre Superstars", das hier bestellt werden kann.